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Google Home tritt gegen Amazon Echo an

Google Home und Amazon Alexa
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Smart Home wird real: Amazon Echo und Google Home sind beim Nutzer angekommen. Amazon Echo ist erstmals auch in Deutschland verfügbar. Google Home wird vorerst in den USA verkauft und soll im Frühjahr 2017 auch über den großen Teich zu uns kommen. Die beiden Smart-Home-Module sind Lautsprecher, Wecker, persönlicher Assistent, Steuerungseinheit und Lexikon zugleich. Praktisch. Doch wer sich einen solchen Unterstützer zulegen möchte, sollte allerdings bedenken, dass dieser alles mithört und speichert.

Amazon Echo erreicht Deutschland und Google versucht mit Home die USA zu erobern. Die neuesten smarten Assistenten haben eine ganze Menge zu bieten und können tatsächlich im Alltag helfen. Egal ob der Nutzer Fragen zum aktuellen Weltgeschehen hat oder gern Musik hören möchte: Smart Home hilft wenn man nur ein paar magische Worte spricht.

Echo und Home funktionieren ganz ähnlich. Die integrierten Fernfeld-Mikrophone hören den ganzen Tag bei allem zu, was ihr Besitzer sagt. Wird vor einem Satz eine festgelegt Wortkombination oder ein einzelnes Wort genannt, sendet der Assistent den gesprochenen Satz an den Amazon- oder Google-Server und wertet ihn aus. Anschließend kann dann die jeweilige Aufgabe erfüllt oder Frage beantwortet werden. Google Home wird mit „Okay Google“ oder „Hey Google“ angesprochen. Bei Echo kann zwischen „Amazon“, „Echo“ oder der direkten Ansprache der Sprachassistentin „Alexa“ gewählt werden. Dabei ist es übrigens vollkommen egal ob man in Richtung des Gerätes oder einfach in den Raum hineinspricht – es hört einfach alles.

Echo: Abgespeckte Funktionen in Deutschland

Amazon Echo
Amazon Echo sieht aus wie ein Bluetooth-Lautsprecher, kann aber viel mehr.

Amazons smarter Assistent kann auf Zuruf Musik abspielen, Einkaufslisten erstellen, Fragen beantworten oder auch mal die Nachrichten vorlesen. Wem das nicht reicht, der kann den Aufgabenbereich des Geräts über die Alexa-App auf dem Handy ganz einfach erweitern. In Amerika stehen bereits 2.000 entsprechende Apps zur Verfügung. Die Auswahl ist groß: Von Nachrichten-Apps über Planer und Musik-Apps ist alles dabei. In Deutschland werden vorerst nur 40 Skills verfügbar sein. Amazon hat Echo schon vor zwei Jahren in den USA auf den Markt gebracht und hatte damit genug Zeit, immer wieder kleine Fehler zu beheben und den Sprachassistenten kontinuierlich zu verbessern. Ein Vorteil bei Echo: Tatsächlich werden nur die Daten an den Server gesendet, die gebraucht werden. Alle anderen Aufzeichnungen werden automatisch nach wenigen Sekunden gelöscht.

Echo wird hier noch nicht frei verkauft, sondern erst einem ausgewählten Publikum zur Verfügung stehen. Das Gerät befindet sich noch in einer letzten Testphase und nur Kunden mit einer Einladung bekommen Echo. Amazons Senior Vice President David Limp erklärte, dass es sich dabei vor allem um Leute handle, bei denen ein starker Dialekt oder Akzent zu erwarten ist. Damit soll getestet werden, wie ausgereift die deutsche Version der Sprachassistentin Alexa ist. Ist dieser Test abgeschlossen ist Echo frei verfügbar und kann für 179,99 Euro gekauft werden. Die kleinere Variante Echo Dot kostet nur 59,99 Euro.

Google Home: Einer für alle

Google Home
Die Schale, in der Google Home steht, ist in mehreren Farben erhältlich.

Der Google-Assistent Home wurde schon auf der Entwicklerkonferenz I/O im Mai vorgestellt. Das Gerät hat noch ein paar Schwächen. Zum Beispiel können nicht alle Funktionen des Google-Accounts genutzt werden, auch wenn Home mit diesem gekoppelt ist. Nachrichten verschicken und Termine in den Kalender eintragen ist noch nicht möglich. Gegenüber Echo hat Google trotzdem einen entscheidenden Vorteil: Chromecast. Google Home lässt sich mit allen Chromecast-Adaptern koppeln und kann so auf Befehl auf Fernsehern oder Soundanlagen in verschiedenen Räumen Musik oder Videos abspielen.

Das geballte Wissen, auf das Google zurückgreifen kann ist zudem ein wahrer Pluspunkt. Viele Fragen kann Home einfach beantworten. Tester haben dabei vor allem gelobt, dass der Heimassistent sie so gut verstand und schnell richtig antworten konnte. Für alle, die Wert auf ein einheitliches Design in ihrer Wohnung legen, kann die untere Metallschale, in der der Lautsprecher steht, getauscht werden. Google bietet verschiedene Farben an. Home kostet in Amerika 130 Dollar und soll in Deutschland ab Anfang 2017 verfügbar sein.

  • koppelbar mit Chromecast und Chromecast Audio
  • versteht Sprache sehr gut
  • ansprechendes Design
  • greift auf das geballte Google-Wissen zurück
  • koppelbar mit anderen Smart Home-Geräten

Eine Datenkrake zum Mitnehmen bitte

Smart Home Geräte sind mit Vorsicht zu genießen. Das Problem an den Heimassistenten liegt klar auf der Hand: Google und Amazon sammeln jede Menge Daten. Denn jede Anfrage wird an den Server gesendet, um ausgewertet und anschließend bearbeitet zu werden. Es wird jedes Gespräch aufgezeichnet, solange die Mikros nicht stumm geschaltet wurden. Das geht tatsächlich und ermöglicht ein wenig Privatsphäre in den eigenen vier Wänden.

Tatsächlich sind smarte Heimassistenten bereits eine tolle und nützliche Unterstützung im Alltag. Allerdings ist vor allem in puncto Daten noch Vorsicht geboten. Immerhin: Wie lange die gesprochenen Sätze gespeichert werden, kann der Nutzer bei Amazon Echo über die App und bei Google Home über sein Google-Konto einsehen.

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