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Microsofts Holoportation erreicht eine neue Stufe

Hololens
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Mit einer neuen Entwicklung von Microsoft lassen sich in Sekundenschnelle hunderte Kilometer überbrücken – Das Zauberwort ist Holoportation. So kommst Du ganz einfach und schnell von Deinem Zuhause zur Arbeit und neuerdings sogar vom Auto ins Büro. Allerdings ist die dafür benötigte Technik alles andere als billig.

HoloLens
Microsofts HoloLens

Der Traum vieler Star Wars-Fans wurde im März dieses Jahres wahr: Microsoft demonstrierte zum ersten Mal die Holoportation. Die Technik ermöglicht es, Menschen mit ihren Bewegungen, ihrer Gestik, Mimik und Sprache in einen Raum zu projizieren. Dabei ist es fast egal, wo sie sich befinden. Hunderte und tausende Kilometer können so überbrückt werden. Und im Gegensatz zu Telefonie und sogar Videotelefonie, entsteht für den Betrachter der Projektion fast das Gefühl, dass sein Gegenüber tatsächlich vor ihm steht. Nun hat Microsoft die Holoportation verbessert und mobile Kommunikation damit auf ein ganz anderes Level gehoben. In einem kurzen Video zeigt der Konzern, dass es nun auch möglich ist, die Projektion aus einem Auto heraus zu starten.

Um sich selbst aus dem Auto in das Büro zu holoportieren ist eine ganze Menge Technik und viel Platz im Kofferraum nötig. Die Person, die holoportiert werden soll, sitzt auf der Rückbank und wird dort von zwei hochauflösenden Kameras gefilmt. Im Kofferraum des Wagens befinden sich die großen Prozessor- und Kühleinheiten, die benötigt werden, um die Daten zu verarbeiten und zu übertragen. Apropos Übertragung: Auch ein WLAN-Router muss dabei sein. Denn mit dem mobilen Netz ist die Technik leider noch nicht nutzbar. Bisher ist es außerdem nicht möglich, beide Personen zu holoportieren. So sieht die projizierte Person ihren Gesprächspartner meist über einen Bildschirm.

Holoportation
Besser als Videotelefonie: Gemeinsam an Projekten arbeiten, ohne im selben Land zu sein.

Holoportation: Nichts für den Massenmarkt

Derjenige, der die Projektion betrachten will, muss eine Microsoft HoloLens oder zumindest ein VR-Headset von Oculus besitzen. Beim letzteren handelt es sich aber in jedem Fall um die günstige Variante, denn Oculus Rift kostet im Gegensatz zur HoloLens nur 699 Euro. Die HoloLens ist seit November auch in Deutschland erhältlich und kostet in der normalen Ausführung 3.299 Euro. Für die sogenannte Commercial Suite, die ein paar Zusatzfeatures für Businesskunden enthält, kommen nochmal mehr als 2.000 Euro dazu. Wer auf Sicherheitsfunktionen und die Möglichkeit gleich mehrere Brillen zu verwalten Wert legt, sollte sich für diese Variante entscheiden. Es fehlen dann aber noch die Recheneinheit, die Kühlung, die Kameras und das WLAN-Modul.

Um die Holoportation aus einem fahrenden Untersatz zu ermöglichen, musste Microsoft einige Probleme lösen. So wurde die Datenrate in den vergangenen Monaten um satte 97 Prozent verringert und erreicht jetzt nur noch 30 bis 50 Mbit pro Sekunde. Auch der Hintergrund und die Vibration des Autos stellten eine Schwierigkeit dar. Mit der Holoportation bereitet Microsoft den Weg für eine neue Art der Kommunikation. Vorerst bleibt das Ganze aber ledignlich eine schöne Spielerei, die für den Massenmarkt noch lange nicht tauglich ist.

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