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Telefondiscounter im Check – In welchem Netz telefoniere ich eigentlich?

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Ein Mobilfunkdiscounter nach dem anderen sprießt aus dem Boden und jeder von ihnen verspricht das beste Angebot im besten Netz. Aber in welchem Netz surfe und telefoniere ich eigentlich, wenn ich einen Vertrag bei congstar, Otelo oder Blau buche? Wir haben uns mal den Überblick verschafft und für Euch aufgelistet, wer eigentlich zu wem gehört.

Die drei Big Player auf dem deutschen Mobilfunkmarkt sind, wenig überraschend, Telefónica, Vodafone und die Deutsche Telekom. Sie alle nutzen aber auch eigens gegründete Tochtermarken, um preisbewusste Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Alle drei Mobilfunkgesellschaften verfügen eine eigene Infrastruktur, also Sendemasten und -stationen. Diese Infrastruktur können sie auch anderen Betreibern zur Verfügung stellen. So können diese ihre eigenen Angebote im Netz des Betreibers machen. Soll heißen: Wer einen Vertrag bei Fonic bucht, surft nicht etwa auch im Netz von Fonic sondern bei O2.

O2 – Highspeed von der iberischen Halbinsel

Telefónica hat nicht nur relativ den größten Anteil am deutschen Mobilfunkmarkt, sondern kann mit 42,6 Millionen Nutzern auch in absoluten Zahlen die meisten Kunden für sich verbuchen. Das Unternehmen gehört zu dem spanischen Mutterkonzern Telefónica S.A. mit Sitz in Madrid, der weltweit zu einem der größten Anbieter gehört.
Seit 2014 gehört übrigens auch die E-Plus-Gruppe zu Telefónica. Damit hat der Konzern als einziger Anbieter nicht nur eine, sondern zwei Netzstrukturen unter seiner Fittiche. Einen Teil davon musste Telefónica 2015 an Mitbewerber Drillisch abtreten. Dennoch: Die erweiterte Infrastruktur ermöglicht Telefónica-Kunden dank paralleler Nutzung besseren und auch stabileren Empfang – ein wichtiger Zugewinn für das nicht gerade als reichweitenstark bekannte E-Netz.
Als direkte Tochter von E-Plus gehören auch die bekannten Discount-Anbieter simyo und Ortel zu Telefónica. Für weitere günstige Angebote werden die Marken Netzclub und K-Classic-Mobil genutzt.

Am bekanntesten sind aber wohl die folgenden drei Marken, allesamt Tochterunternehmen von O2:

Fonic

Die Fonic GmbH wurde 2007 gegründet und vermarktet seither Discount-Angebote. Anfangs wurden diese exklusiv in Lidl-Supermärkten vertrieben, mittlerweile sind sie fast überall und natürlich vor allem im Internet erhältlich. Seit 2015 ist Fonic Mobile eine Tochtergesellschaft der Telefónica Germany, die den Markennamen Fonic mittlerweile ohne den Zusatz „Mobile“ nutzt. Fonic-Kunden nutzen Prepaid-Verträge zu überdurchschnittlich günstigen Konditionen, den Fonic Surfstick und können auch Smartphones ohne Vertragsbindung kaufen.

BASE

BASE ist eine belgische Mobilfunkgesellschaft, die 1998 gegründet wurde und in den Folgejahren auch in Deutschland große Verbreitung gefunden hat. Seit Mitte 2015 ist die Marke BASE Deutschland ein Tochterunternehmen von Telefónica Germany. Unter BASE bietet der Konzern Handys, Tablets und dazu passende Tarife an. In Zukunft allerdings wird es keine eigenständigen BASE-Tarife mehr geben. Denn nach dem Zusammenschluss von Telefónica und der E-Plus-Gruppe beginnt Telefónica damit, die BASE-Tarife in O2-Tarife zu überführen. Im Februar 2016 wurde mit der Umstellung begonnen, bis Mitte des Jahres soll sie abgeschlossen sein. Die Marke BASE bleibt aber bestehen, auch die Webseite wird es weiterhin geben. Allerdings werden dort dann spezielle O2-Blue-Tarifangebote für Neukunden vorgestellt.

Blau Mobilfunk

Auch Blau ist eine Marke des Mobilfunkanbieters Telefónica Germany. Unter Blau werden Prepaid-SIM-Karten und Mobilfunkverträge in einem dreistufigen Tarifsystem angeboten. Bei Tarifen kann sich der Kunde aussuchen, ob er eine feste Vertragslaufzeit von 24 Monaten bevorzugt oder einen Vertrag ohne Laufzeitbindung abschließen möchte. Günstiger fährt, wer sich auf einen Laufzeitvertrag einlässt, flexibler allerdings sind die Verträge mit Kurzzeit-Kündigungsfrist. Auch bei Blau können Kunden zusätzlich Smartphones, klassische Handys und Tablets angeboten.

Mit Drillisch unterwegs im Netz von O2

Erfolgreichster Youngster am Markt ist die Drillisch AG. Drillisch profitierte vom Zusammenschluss der Telefónica und E-Plus. Die EU-Kommission hatte der Übernahme nur zugestimmt, wenn ein Wettbewerber, in diesem Falle Drillisch, einen Teil der Kapazität der Telefónica-Mobilfunknetze bekommt. Drillisch hatte bereits Anfang 2015 die ehemalige E-Plus-Tochter Yourfone GmbH übernommen und verfügt nun über 20 Prozent der einstigen Netzkapazität von Telefónica. Die Drillisch AG blickt nach eigenen Angaben auf eine über 30-jährige Erfahrung im Mobilfunksektor zurück und auch bei diesem Anbieter sollen die Kunden von der Kraft des doppelten Netzes profitieren. Drillisch vertreibt seine Produkte unter 16 Discounter-Marken, dazu gehören yourfone und smartmobil.de. Kleinere Anbieter sind maXXim, eteleon, Hello Mobile, simply, DeutschlandSIM, McSIM, sim.de, Phonex, winSIM, PremiumSIM und M2M.

Yourfone

Unter dem Slogan „Für Dich. Für Sie. Für alle.“ bietet Yourfone Tarife mit LTE-Nutzung, Smartphones, Tablets und Zubehör an. Nach der Übernahme durch Drillisch wurden knapp 300 der BASE- und O2-Shops zu neuen Stores von Yourfone umgebaut. Die günstigen Prepaid-Angebote und Verträge können natürlich nicht nur im Store sondern auch online gebucht werden. Yourfone bietet seinen Kunden die dichteste UMTS-Versorgung im städtischen Raum und hat zusätzlich die größte Anzahl an Mobilfunkstandorten.

smartmobil.de

Wer smartmobil.de hört, hat sofort Heino im Ohr. Seit 2014 wirbt der Schlager-Star für den Mobilfunkdiscounter, der seit 2011 seine günstigen Tarife anbietet. Genauso wie Yourfone ist auch bei smartmobil.de LTE Standard. Allerdings werden die Verträge hier ausschließlich online abgeschlossen. In Kombination mit einem Tarif kann auch das passende Smartphone gekauft werden. Mit smartmobil.de surfen und telefonieren die Kunden besonders günstig und flexibel. Alle Tarife sind monatlich kündbar.

Vodafone setzt auf viele kleine Discounter

Die Vodafone GmbH wurde 1998 unter der Mannesmann Mobilfunk GmbH gegründet, die schnell zu einem der führenden Unternehmen im Bereich Mobilfunk avancierte. Zur Jahrtausendwende wurde Mannesmann vom britischen Konzern Vodafone übernommen und zwei Jahre später in Vodafone GmbH umbenannt.
Die bekanntesten Tochterunternehmen des roten Mobilfunkriesen sind zweifelsohne o.tel.o und Fyve, darüber hinaus ist der zweitgrößte D-Netz-Betreiber aber auch im deutschen Einzelhandel stabil verankert. So sind etwa Edeka mobil, Rossmann mobil und Lidl connect technisch Angebote aus dem Vodafone-Netz. Außerdem betreibt Vodafone mit Bild Mobil ein Joint-Venture mit dem Axel-Springer-Konzern. Ob man nun also einen Vertrag bei Vodafone abschließt oder über einen anderen der genannten Anbieter, die Empfangsqualität ist immer identisch. Die LTE-Verfügbarkeit, die sich zwar auf ein kleineres Netz beschränkt als bei zum Beispiel der Telekom wurde Anfang 2016 gelobt und sogar ausgezeichnet.

Fyve

Auch mit Fyve kann man im Vodafone-Netz surfen und telefonieren. Der Anbieter gehört zur ProSiebenSat.1-Fernsehgruppe und nutzt das D2-Netz. Fyve gehört zu den jüngeren Anbietern auf dem Mobilfunkmarkt und ist seit fünf Jahren im Geschäft. Im Angebot sind Prepaid-SIM-Karten, zu denen verschiedene Tarif-Pakete hinzugebucht werden können. Diese Tarife haben eine Laufzeit von 30 oder sogar lediglich 7 Tagen und ermöglichen dem Nutzer damit die wohl größtmögliche Flexibilität. Allerdings ist mit Fyve derzeit noch keine LTE-Nutzung möglich.

o.tel.o

o.tel.o ist ein wahres Urgestein der deutschen Mobilfunklandschaft und nutzt mittlerweile ebenfalls das Netz von Vodafone. Ursprünglich gegründet wurde der Discounter 1997 als o.tel.o communications GmbH & Co. Zwei Jahre später wurde der Konzern dann von Arcor übernommen, der die Marke anschließend nur noch bis 2001 nutzte. Nachdem Vodafone Arcor übernommen hatte, wurde die Marke im Jahr 2012 wieder belebt. Vodafone nutzt sie seither selbst für Discount-Mobilfunktarife. Unter der Marke o.tel.o werden sowohl Prepaid- und Tarif-Angebote vermarktet.

Die beste Netzabdeckung mit der Deutschen Telekom

Jährlich bestätigen Tests aufs Neue die nach wie vor ausgezeichnete Netzqualität der Deutschen Telekom. Und das kommt nicht von ungefähr, denn die Telekom verfügt derzeit über das größte LTE-Netz unter allen Netzbetreibern. Und so setzt die Bonner Firmenzentrale denn auch eher auf Qualität als auf Quantität. Die älteste der drei Mobilfunkgesellschaften hat verhältnismäßig wenige, nämlich nur zwei Discounter-Marken, die sie für die Vermarktung günstiger Angebote nutzt. Die bekannteste Discount-Marke unter dem Dach der Telekom ist zweifelsfrei Congstar; für Auslandstelefonate hat die Telekom außerdem die Marke Lebara ins Leben gerufen.

congstar

Seit 2007 bietet die congstar GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Telekom Deutschland Mobilfunk- und Internettarife an. Der Provider hat über 3,4 Millionen Kunden, die entweder auf das hauseigene Prepaid-Angebot setzen oder einen Vertrag mit passendem Smartphone oder Tablet nutzen. Mit seiner schrill bunten Comic-Werbung auf schwarzem Hintergrund spricht der congstar vor allem junge Leute an.

Lebara Mobile

Die Lebara Gruppe wurde 2001 gegründet und startete 2004 in den Niederlanden mit Prepaid-Angeboten, die sich speziell an internationale Mobilfunkkunden richten. Seit 2013 sind die Lebara SIM-Karten auch in Dänemark, Spanien, der Schweiz, Großbritannien, Australien, Polen und Deutschland erhältlich. Lebara bietet stabile und qualitativ hochwertige Netze sowie einen mehrsprachigen Kundendienst für seine mehr als 2,5 Millionen Kunden.

 

 

 

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