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LG G6 – Doch noch eins für alle?

LG G6 Akkue
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Das mit dem Galaxy-Killer hat bekanntlich nicht ganz geklappt: So gut besprochen das LG G5 auch war, das modulare Multitalent konnte sich auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt nicht durchsetzen. Doch LG gibt nicht auf – Gerüchten zufolge kommt Samsung dem ewigen Rivalen unfreiwillig zu Hilfe: Mit dem Galaxy Note 7.

Manchmal bin ich geizig. Speziell bei Dingen, die deutlich teurer sind als vergleichbare Produkte, obwohl sie überhaupt nichts anderes können. Ich weiß ja, der Volksmund behauptet, dass wer billig kauft, das für gewöhnlich dann auch zweimal tut.
Stimmt auch.
Aber nicht immer ist die Billigware schuld. Wahrscheinlich geht Otto-Normalgeizhals auch einfach weniger achtsam um mit dem günstig erstandenen Ausweichartikel. Ein Tausend-Euro-iPhone nämlich nicht wie ein rohes Ei zu behandeln kann einem ganz schnell mal den Tag vermiesen, wenn Hightech und harte Realität aufeinanderprallen. Im Zweifel gewinnt dann immer die Schwerkraft. Immer.

Alternativlose Alternativen

#Axiom: Den Firlefanz mit der Achtsamkeit haben Leute mit teuren Smartphones erfunden.
Aber es sollte hier ja um das LG G6 gehen, also doch eher #Exkurs: In einem Massenmarkt, der ungebrochen von iPhones und Galaxy-Modellen dominiert wird, sind Konkurrenzprodukte anderer Hersteller ideal für alle, die entweder

  • sparen müssen
  • zu geizig für Smartphones jenseits der 500€-Schallmauer sind oder
  • ein kompliziertes Verhältnis zu zerbrechlichen Dingen pflegen

(Der Autor kreuzt Punkt 2 und 3 an und ignoriert Punkt 1 seit seinem 15. Lebensjahr.)

Top-Smartphones von Samsung und Apple sind -bei aller Liebe- nicht unbedingt erste Wahl für Sparfüchse und Grobmotoriker. Getrieben vom Zwang zur Innovation treiben Huawei, Xiaomi und auch LG außerdem inzwischen oft spannendere Neuerungen voran als die zuvor genannten – und das zu einem zumeist deutlich günstigeren Preis: Ob Kooperation mit namhaften Kameraherstellern (Huawei P9), Displayflächen bis an den äußersten Rand des technisch Machbaren (Xiaomi Mi Mix) oder externe Module (LG G5) – Ideen, die über den bekannten Tellerrand hinausgehen, kommen meist von kleineren Herstellern. Und manchmal triumphiert sogar einfach das Altgewohnte.

So wird kolportiert, LG werde den modularen Ansatz beim LG G6 wieder zu Grabe tragen – mit einer Ausnahme: Der Akku bleibt austauschbar. Für LG keine große Umstellung, schon die Vorgängermodelle vom 2013er Optimus G bis hin zum diesjährigen LG G5 waren mit Wechselbatterie ausgestattet – ein Komfort, den ich selbst beim LG G2 und LG G3 schätzen gelernt habe, während Samsung-Nutzer spätestens seit Erscheinen des Galaxy S5 im Jahr 2014 auf diese Flexibilität verzichten müssen. Und war da nicht was? Mit Samsung und fest verbauten Energieträgern? „Ein heißes Eisen“ gewissermaßen. Und Apple? Denen gehen derweil die Tauschakkus aus. So kann’s also auch kommen, wenn man allzu sehr auf Kontrolle setzt.
Langfristig erweist sich damit das Althergebrachte vielleicht noch als echtes Plus. 2016 wird zeigen, wie gut Samsung die Note-7-Schlappe wegstecken kann.
Durchaus vorstellbar, dass der eine oder andere Android-Getreue Ausschau 2017 nach einer Alternative halten wird, und die könnte das ein ums andere mal „LG G6“ lauten.

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