Startseite Entertainment Friede den Trommeln, Hochglanz den Displays

Friede den Trommeln, Hochglanz den Displays

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Vor einiger Zeit berichteten wir an dieser Stelle über den fröhlich-schmutzigen Disput zweier Großmächte, der – wie so oft, wenn zwei Platzhirsche um dasselbe Revier streiten – ordentlich Staub aufwirbelte. Atomwaffen waren zwar keine im Spiel, aber in puncto Schlammschlacht macht den Beteiligten so schnell keiner was vor.

Zur Erinnerung: Nach der letztjährigen IFA in Berlin war es zum Eklat gekommen, als Samsung LG-Manager verklagt hatte. Angeblich hatten Mitarbeiter des Konkurrenzunternehmens im Auftrag ihres Entwicklungschefs Jo Seong-jin Samsung-Waschmaschinen in nahegelegenen Elektronikmärkten während der Funkausstellung mutwillig beschädigt. In einem Fall war es zu Ermittlungen der Polizei im Berliner Europa-Center gekommen.
Insbesondere in Südkorea hatte der Fall zuletzt hohe Wellen geschlagen. Beide Unternehmen bilden die Speerspitze der weitverzweigten Elektro-Industrie des Landes, entsprechend rau ist das Klima zwischen den Lokalrivalen. Endgültig zur Schlammschlacht drohte der Konflikt zu werden, als LG ein angeblich entlastendes Überwachungsvideo präsentierte, das Samsung umgehend als irreführend und drastisch manipuliert bezeichnete.

Nun haben sich beide Unternehmen auf eine gütliche Einigung verständigt – wohl nicht zuletzt, um den bereits entstandenen Reputationsschaden auf beiden Seiten einzudämmen. Hintergrund der Übereinkunft ist möglicherweise auch ein neuer Vorwurf – diesmal allerdings von LG gegenüber Samsung.

Erstere hatten Samsung jüngst beschuldigt, wertvolle OLED-Display-Technologie gestohlen zu haben. Keine gute Presse für ein Unternehmen, das sich gerade anschickt, den Smartphonemarkt mit neuen und biegbaren Displays aufzurollen – kurz nachdem Konkurrent LG mit seinen Flex-Geräten erste Schritte in dieselbe Richtung unternommen hatte.

Fazit:
1. Auch unter den ganz Großen geht’s nicht anders zu als auf dem Schulhof.
2. Am Ende hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus.

Und in Zukunft? Wir tippen auf Edge-Phones von LG und Waschmaschinen von zwei Herstellern, die -vollkommen überraschend- praktisch das gleiche können.
Hat doch was, das Gerangel. Divide et impera, wie der Römer sagt.

Quelle:
http://goo.gl/Zh4l0S

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