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Use it or lose it

Use it or lose it
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Heute mal polemisch: Wie lautete doch das große Versprechen der digitalen Zukunft? Die allgegenwärtige Komfortzone! Permanenter Zugriff auf alle Informationen weltweit. Unabhängigkeit, Transparenz, Aufstiegschancen, Gerechtigkeit und Wissensaustausch – kurz: Das allwissende Paradies.
Und jetzt das: Angeblich machen uns Smartphones immer dümmer.
Nach einer jüngst veröffentlichten Studie im Auftrag der Softwarefirma Kaspersky Lab werden wir durch die regelmäßige Benutzung von Smartphones immer vergesslicher. Nur noch sechs von zehn Befragten kennen demnach die Handynummer ihres Partners auswendig! Der Untergang des Abendlandes steht offensichtlich unmittelbar bevor.

Fangen wir doch einfach mal bei den Grundlagen an. Das Gedächtnis ist bekanntlich eine Konditionsmaschine. Und wo nichts benutzt wird, wird auch nichts mehr gemerkt. Typischerweise geben wir Handynummern genau ein einziges Mal von Hand ins Smartphone ein – wenn wir sie speichern, um sie anschließend nie wieder anzuschauen. Und warum auch nicht? Früher hatte man Adressbücher, in denen Kontakte nach Namen eingetragen wurden, um die dazugehörige Nummer bei Bedarf parat zu haben. Das Memorieren einzelner Nummern war ein Nebeneffekt, kein lyrisch-didaktischer Prozess. Der Wahlvorgang entfällt heute nun mal: Und soweit es mich betrifft – Immer noch besser als andersrum. Meine „Partnerin“ wäre mäßig begeistert, wenn mir zu ihr als erstes „0171“ einfiele; und solange ich ihren Namen noch halbwegs zusammenbekomme…
Die Kaspersky-Studie spricht von fortschreitender „digitaler Amnesie“, einem sich ausbreitenden Vergessen von Detailinformationen. Das ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber wer die Studie in Gänze liest, dem entgeht auch nicht, zu welchem Zweck ein Hersteller von Antiviren-Software eine solche Studie aufsetzt: Es geht natürlich darum, wie wichtig Antiviren-Software auf Handys ist, wenn wir immer mehr Informationen auf ihnen speichern!

Ja, das ist sinnvoll.

Das ändert aber nichts daran, dass es sich beim Smartphone letztlich um ein Alltagswerkzeug handelt – mit eigenen Stärken und Anforderungen.
Das schlichte Nichtmerken von Telefonnummern ist ein Tribut an unsere evolutionäre Herkunft. Das menschliche Gehirn spart Energie, wo es nur kann. Und wenn in unserem Alltag repetitive Vorgänge entfallen? Nun, dann entfällt auch der zuvor notwendige Lernvorgang. Na? Noch im Kopf, wie der Videorecorder programmiert wird? War doch gerade noch 1998!
Eben.
Andere Beispiele wären da für unsere Begriffe treffender gewesen. Zum Beispiel der allzu freiwillige Eingriff unsere Wahrnehmungsfähigkeit, wenn wir uns nur noch auf unsere kleinen Helferlein verlassen. Beispiel? Meine persönliche Nemesis ist Navigationssoftware. Die macht wirklich vergesslich.
Wegmarken, Besonderheiten, Abbiegungen – das sind alles unbewusst memorierte Eigenschaften unserer Umwelt – und völlig bedeutungslos, wenn ich der orangenen Linie auf meinem Display folge. Ich werde mir nie einen Weg merken können, wenn ich blind meinem Navi folge. Und ich wette, ich bin
nicht der einzige!
Und nun? Die Antwort liegt auf der Hand:„Use it or lose it“, wie die Neurowissenschaftler sagen. Je mehr wir unseren Kopf benutzen, desto besser funktioniert er. Und darin liegt doch auch ein schöner Funken Wahrheit. Je weniger wir uns mit kleinteiliger Randaufgaben beschäftigen müssen, umso mehr Zeit haben wir, um uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich versuche jetzt wieder aufmerksamer von A nach B zu kommen. Und trotzdem glaube ich daran, dass Smartphones schlauer machen als Telefonbücher!

Fantastische Gedächtnisstützen zu ausgezeichneten Preisen findet ihr wie immer bei uns, z.B. das Galaxy S6 mit 32 GB Speicher für 0€ :

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