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Handyvertrag: Rechnen lohnt sich

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Wer sich ein neues Handy kaufen möchte hat am Markt die Qual der Wahl. Nicht nur die vielen verschiedenen Modelle sondern auch die zahlreichen Angebote erschweren die Entscheidung. Die wichtigste Frage ist: Mit oder ohne Vertrag kaufen?

Am Wochenende hatte der Chefredakteur des Verbraucherportals Finanztip, Hermann-Josef Tenhagen, die Lösung parat. Der Spiegel-Autor empfiehlt ein Handy ohne Vertrag zu kaufen und später einen günstigen Tarif dafür zu buchen. Seiner Aussage nach ist es meist smarter das Gerät separat von Handyvertrag zu erwerben. Das kann in dem von ihm konkret benannten Fall vielleicht zutreffen, ist aber für viele Nutzer keine günstige Option. Eine Pauschalaussage zu treffen ist hier schwierig, weiß Robert Ermich, CEO von DeinHandy. „Die Angebote am Markt für Bundles (Smartphone inklusive Vertrag) sind, wenn man das Handy rausrechnet bei ca. 10 bis 13 Euro monatlich. Dabei ist es relativ egal welche Art von Smartphone gewählt wird“, erklärt Ermich. Wer sich die Mühe macht, die Kosten durchzurechnen und Preise zu vergleichen, macht sich die Entscheidung zwischen Vertragshandy und Prepaid leichter. Dazu müssen sich Kunden über den aktuellen Kaufpreis eines Smartphones und die günstigsten Vertragspreise informieren.

DeinHandy CEO Robert Ermich

DeinHandy CEO Robert Ermich

So bekommen Kunden Premium-Smartphones im Vertrag für 40 Euro monatlich. Dabei entfallen für den Tarif meist 15 oder 16 Euro, der restliche Betrag wird für das Handy bezahlt . Bei günstigeren Angeboten kann der Tarifpreis auch zehn bis 13 Euro betragen. Meist noch günstiger sind Verträge mit Einsteiger-Smartphones. Sie kosten meist nur 20 Euro. Zieht man hier den Kaufpreis ab, landet man bei einem Tarifpreis zwischen sieben und elf Euro.

Kosten ganz einfach berechnen

Nimmt man einen Standard-Handyvertrag bei Vodafone mit 1,5 GB LTE-Datenvolumen, Allnet- und SMS-Flatrate für 34,99 Euro und einem Premium-Smartphone, dem Samsung Galaxy S7, dann beträgt der günstigste Preis für dieses Gerät 509 Euro. Teilt man diesen Preis durch die Laufzeit des Vertrages, also durch 24 Monate, dann kommt man auf monatliche Kosten von 21,21 Euro für das Smartphone. Zieht man diese 21,21 Euro vom monatlichen Vertragspreis von 34,99 Euro ab, erhält man den Preis für den Tarif. Dieser liegt dann bei 13,78 Euro. Damit ist der Tarif ein wenig teurer als Prepaid-Tarife, die Tenhagen in seinem Beitrag empfohlen hatte. Prepaid-Tarife zeichnen sich vor allem durch niedrige Kosten und Flexibilität aus, da es häufig keine Mindestvertragslaufzeit gibt. Es gibt aber einen signifikanten Unterschied, für den es sich lohnt, mehr zu zahlen: Geschwindigkeit. Im Vodafone-Vertrag surft der Kunde mit bis zu 225 Mbit/s, im Prepaid-Vertrag meist mit nur maximal 50 Mbit/s. Der Trend zeigt aber, dass mehr und schnelles Internet gebraucht wird. Denn viele Kunden nutzen heute vor allem Instant-Messaging über das Internet und verzichten dafür auf die SMS-Funktion.

Geld für einen Vertrag

Auch mit einem sogenannten Bundle aus Vertrag und Handy kannst Du ein wahres Schnäppchen machen.

„Vorsicht vor Kostenfallen bei kleineren Tarifen mit Datenautomatik“, warnt Experte Robert Ermich. Denn tatsächlich zahlen viele Kunden bei günstigen Prepaid-Tarifen am Ende drauf. Der Grund: Nach Verbrauch des Datenvolumens wird die Datenautomatik geschaltet und der Nutzer bekommt kostenpflichtig zusätzliches Volumen. Und zwar viel für wenig. Meist sind es gerade einmal 300 Megabyte für satte 6 Euro, mit einer niedrigeren Geschwindigkeit als zuvor. Ist hingegen im Vertrag das Datenvolumen aufgebraucht, kann der Kunde selbst entscheiden, ob er zusätzliches MB buchen möchte.

Ab wann lohnt sich der Vertrag?

Wer nicht viel oder vorrangig im W-LAN surft und wenig Wert auf sehr guten LTE-Empfang legt, der kann getrost zu günstigen Prepaid-Tarifen greifen. Die günstigsten Tarife von simply oder winSIM gibt es bei den meisten Vergleichsportalen und natürlich auch bei DeinHandy. „Sobald man bei den monatlichen Kosten für den Tarif mehr als zehn Euro zahlt, sollte man prüfen, ob das gewünschte Smartphone im Bundle nicht günstiger ist“, rät Ermich.

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