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Augmented Reality – Schafft Apple das iPhone ab?

Augmented Reality Brille von Apple
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Das iPhone war ein Ausweg – Ein Ausweg aus der Befürchtung, das Handy könnte dem iPod den Garaus machen. Also trieb Steve Jobs die Entwicklung des iPhones mit Nachdruck voran – das ließen Apple-Mitarbeiter durchscheinen, die seinerzeit an der Entwicklung beteiligt waren. Nun plant Apple offenbar den nächsten Schritt: Die Abschaffung des Smartphones.

Während das iPhone dieses Jahre sein zehnjähriges Jubiläum feiert und Aktienprofis mit glänzenden Verkaufszahlen für das kommende iPhone 7s und das iPhone 8 rechnen, blicken strategische Analysten nüchterner in die Zukunft. Laut Business Insider geht Börsenbeobachter Gene Munster davon aus, dass die Zeiten des Wachstums für Apples iPhone-Sparte in den kommenden Jahren zu Ende gehen. Mit einem erwarteten Wachstum von nur noch rund drei Prozent dürften die rasanten Gewinnsprünge dann endgültig der Vergangenheit angehören. Wahrscheinlich ist, so Munster, dass Apple um das Jahr 2020 herum eine eigene VR/AR-Brille auf den Markt bringen wird, vermutlich mit einem Preisschild von um die 1300 US-Dollar.

Apples Start in die AR-Welt

Die Fakten sprechen für die Einschätzung der Analysten. Denn Apple baut zur Zeit seine Kompetenzen in einer besonders zukunftsträchtigen Spielart von Virtual Reality aus: Augmented Reality. Hier taucht der Nutzer nicht in eine vollständig digitale Kunstwelt ein, sondern bleibt in seiner gewohnten Umwelt – die jedoch dank spezieller Brillen mit digitalen 3D-Inhalten angereichert wird. Hinzu kommt: Apple-CEO Tim Cook ist ein erklärter Fan der AR-Technologie, er geht davon aus, dass AR unsere Weise, mit Technologie in der Umwelt zu agieren ändern wird – wenn auch noch erhebliche Widerstände zu überwinden sind.

Augmented Reality Handy
Augmented Reality 2017: Digitale Inhalte auf dem Smartphone

Gleich zwei deutsche Unternehmen haben mittlerweile Platz im Firmenimperium des iKonzerns gefunden. Metaio, ein ausgewiesener AR-Spezialist wechselte bereits 2015 den Besitzer, dem Vernehmen nach für einen dreistelligen Millionenbetrag. Das zweite Unternehmen, das Apple nun in Deutschland unter seine Fittiche genommen hat, ist SensoMotoric Instruments. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit mit ausgeklügelter Eyetracking-Technologie auf sich aufmerksam gemacht. Und Apple dürfte beide Firmen nicht aufs Geratewohl gekauft haben: Die Kombination von ausgereifter digitaler Darstellungstechnik und punktgenauer Blicksteuerung könnte der Schlüssel sein für eine ganz neue Art von Inhaltsdarstellung und -steuerung.

Dazu passt, dass Apple erst vor wenigen Monaten sein eigenes ARKit veröffentlicht hat. Mit der Software-Grundlage sollen Entwickler von nun ab einfacher AR-Apps für iOS entwickeln können. Auch aus Hardware-Sicht macht der Zeitraum der Vorbereitung Sinn. Nach technischen Maßstäben, zumal in der Highend-Elektronik, sind drei Jahre eine lange Zeit.
Mit der Perspektive auf das Jahr 2020 spricht einiges dafür, dass Apple darauf setzt, zum Start seiner neuen Technologie ein solides Setting ausgereifter und erprobter Apps in der Hinterhand zu haben –mitsamt Hardware ohne Kinderkrankheiten. Doch auch haptisch dürften noch erhebliche Probleme zu bewältigen sein. Googles „Glass“ war nicht allein wegen ihres Datenhungers kontrovers – auch optisch stellte sie den Nutzer vor eine Herausforderung. Immerhin – Mit der Akquisition der beiden „hidden Champions“ aus Deutschland und der Öffnung seines AR-Frameworks hat Apple ein solides Fundament gelegt für die nächste mobile Revolution: Den Sprung vom Smartphone zum Smart Glass.

Experten sehen weit über das Jahr 2017 hinaus großes Potenzial in der AR- und VR-Technologie. Rundfunk- und Fernsehanstalten unter dem Dach der ARD haben bereits versuchsweise damit begonnen, Inhalte aus dem Fernsehen per Mediathek in die virtuelle Realität zu übersetzen. Bis das Fernsehen aber vollends virtuell ins heimische Wohnzimmer gelangt, dürften noch einige Jahre vergehen.

Virtual Reality vs. Augmented Reality: Das ist der Unterschied

Virtual Reality (VR) ist eine Computertechnologie, die Virtual Reality Headsets oder künstliche Umgebungen verwendet – manchmal in Kombination mit physischen Requisiten, um realistische Bilder, Geräusche und andere Empfindungen zu erzeugen. Diese Elemente simulieren die physische Präsenz eines Benutzers in einer virtuellen oder imaginären Umgebung. Wer eine Virtual-Reality-Ausrüstung verwendet, kann sich in der künstlichen Welt „umsehen“, sich darin bewegen und mit virtuellen Merkmalen oder Gegenständen interagieren. Der Effekt wird üblicherweise von VR-Headsets erzeugt, die aus einer am Kopf montierten Brille mit einem Bildschirm vor den Augen bestehen. In früheren Zeiten gab es auch Ansätze, Virtual Reality durch speziell entworfene Räume mit mehreren großen Bildschirmen zu erzeugen.

Augmented Reality (AR) hingegen ist eine Live-Darstellung der realen Umgebung, deren Elemente durch computergenerierte oder Eingaben wie Ton, Video, Grafik, Haptik oder GPS-Daten „erweitert“ werden. Es ist verwandt mit einem allgemeineren Konzept, das computervermittelte Realität genannt wird, in dem eine Sicht der Wirklichkeit durch einen Computer verändert wird (möglicherweise sogar verringert, anstatt vergrößert) wird. Augmented Reality steigert die gegenwärtige Wahrnehmung von Realität, während virtuelle Realität die reale Welt durch eine simulierte ersetzt. Augmented Reality wird verwendet, um die erlebten Umgebungen oder Situationen zu modifizieren. Ursprünglich wurden die immersiven Augmented-Reality-Erlebnisse in Unterhaltungs- und Spiele-Unternehmen eingesetzt. Heutzutage interessieren sich auch andere Wirtschaftszweige für Möglichkeiten der AR zum Wissensaustausch, zur Inhaltsvermittlung, zur Verwaltung oder um digitale Meetings abzuhalten. Mit Hilfe von AR werden Informationen über die reale Welt des Benutzers interaktiv und digital manipulierbar.

iPhone

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