Altersbeschränkung: YouTube, Facebook, Instagram & Co. kindgerecht nutzen

Durch den immer früheren Besitz von Smartphones kommen Kinder schon zeitig in Kontakt mit sozialen Netzwerken. Doch ab welchem Alter ist die Nutzung von Social Media Anwendung erlaubt? Welche Altersbeschränkung YouTube, Facebook & Co. in ihren Nutzungsbedingungen festgelegt haben, erfährst Du hier.

Warum gibt es Altersbeschränkungen in sozialen Netzwerken?

Die Altersbeschränkung dient dem Zweck, die Verarbeitung personenbezogener Daten bei Minderjährigen auszuschließen bzw. erst ab einem bestimmten Alter zu erlauben. Einzelne Länder können diese Altersbeschränkung individuell anpassen, jedoch darf das Mindestalter von 13 Jahren, das in der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) festgelegt ist, nicht unterschritten werden. Im Zuge der Einführung der europäischen Datenschutzbestimmung haben viele soziale Netzwerke ihre Nutzungsbedingungen bezüglich des Mindestalters daher angepasst.

Wie wird die Altersbeschränkung überprüft und was können Eltern tun?

Die Anmeldung in sozialen Netzwerken ist in der Regel keiner starken Altersprüfung unterzogen. In so gut wie allen Fällen reicht die Eingabe eines falschen Geburtsdatums. Eltern sollten sich von daher mit den verschiedenen Netzwerken auseinandersetzen und einschätzen, ab welchem Alter sie die jeweilige Anwendung für ihr Kind als angemessen empfinden und was sie ihnen zutrauen. Wichtig ist, mit den Kindern ständig im Gespräch zu bleiben. Alternativ kannst Du das Handy Deines Kindes ebenfalls mit einer Kindersicherung versehen, um eine unerlaubte Anmeldung zu verhindern oder die Nutzungszeit einzuschränken.

Altersbeschränkung: YouTube

Das Mindestalter für die Nutzung von YouTube liegt laut der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei 16 Jahren bzw. bei 13 Jahren, sofern die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten über die App Google Family Link vorliegt. Mithilfe der kostenlosen Kindersicherungs-App YouTube Kids, die wir hier für Dich getestet haben, können Kinder jeden Alters auf altersgerechte Videos zurückgreifen, soweit es durch einen Elternteil oder Erziehungsberechtigten zugelassen wird. YouTube weist jedoch darauf hin, dass unter 18-Jährige grundsätzlich die Erlaubnis der Eltern benötigen, um den Dienst zu nutzen.

Mindestalter bei Facebook und Instagram

Bei Instagram gab es, anders als beim Netzwerk Facebook, lange keine Altersbeschränkung. Im Zuge der Datenschutz-Grundverordnung wurde das Mindestalter für das Anlegen eines Instagram-Accounts auf 13 Jahren festgelegt und Konten jüngerer Anwender gesperrt. In Konten von Nutzern unter 13 Jahren muss angegeben sein, dass diese von einem Elternteil oder einem Manager verwaltet werden. Nutzer von Facebook müssen ebenfalls mindestens 13 Jahre alt sein, um ein Konto erstellen zu können.

Altersfreigabe bei TikTok

Auch beim Videoportal TikTok (ehemals musical.ly) müssen die Nutzer ebenfalls mindestens 13 Jahre alt sein, um die Dienste zu verwenden und ein Konto anzulegen. Mit einer schriftlichen Zustimmung der Eltern oder eines Erziehungsberechtigten ist eine Registrierung auch schon früher möglich.  

Altersbeschränkung der Messenger-Dienste WhatsApp und Snapchat

Beim Messenger-Dienst Snapchat dürfen Personen unter 13 Jahren weder einen Account eröffnen noch die Services nutzen. WhatsApp hat seine Altersbeschränkung im Zuge der DSGVO sogar auf 16 Jahre angehoben. Die Altersprüfung bei der Anmeldung ist jedoch auch hier nicht besonders strikt. Bei Snapchat gibst Du eigenständig (D)ein Geburtsdatum an, das in keiner Weise verifiziert wird. Bei WhatsApp reicht ein einfacher Klick auf die Frage, ob Du über 16 Jahre alt bist.

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