5G, 4G, 3G und 2G: Die Unterschiede der Mobilfunkstandards

5G, 4G, 3G und 2G sind Bezeichnungen für die verschiedenen Generationen des Mobilfunkstandards. Wir erklären Dir, was sich hinter Verbindungs-Abkürzungen wie 3G, H+ und LTE in der Smartphone-Symbolleiste verbirgt und geben Dir eine Übersicht über die Unterschiede.

Als Smartphone-Nutzer bist Du sicher schonmal über die kryptischen Buchstaben G, E, H+ oder auch LTE in der oberen Symbolleiste gestolpert. Sie stehen neben dem Empfangsbalken und verraten Dir Deine momentane Verbindungsgeschwindigkeit. Insgesamt gibt es acht Verbindungstypen: GPRS (G), EDGE (E), UMTS (3G), HSPA (H), HSPA+ (H+), LTE, LTE Advanced (LTE+/4G) und in naher Zukunft auch 5G. Die einzelnen Verbindungen sind wiederum verschiedenen Mobilfunkstandard-Generationen zugeordnet, die alle mit einem „G“ für „Generation“ abgekürzt werden. Aktuell gibt es die drei aktiven 2G (GSM), 3G (UMTS) und 4G (LTE) und die sich gerade im Ausbau befindende 5G.

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Hier haben wir Dir die Mobilfunkstandard-Generationen und ihre Verbindungen übersichtlich aufbereitet:

Generation Verbindung (Handy-Abkürzung) max. Downloadrate
2G (GSM) GPRS (G)

EDGE (E)

64 kbit/s

220 kbit/s

3G (UMTS) UMTS (3G)

HSPA (H)

HSPA+ (H+)

384 kbit/s

7,2 Mbit/s

42 Mbit/s

4G (LTE) LTE (LTE)

LTE Advanced (LTE+/4G)

500 Mbit/s

3 Gbits/s

5G 5G (5G) 20 Gbit/s

2G (GSM) – Der Standard

Mit der GSM-Einführung begann ein neues Handy-Zeitalter. Denn als das digitale 2G-Netz das analoge Handynetz der alten Autotelefone und „Knochen“ ablöste, waren erstmals auch mobile Datenübertragungen möglich. Das 2G-Netz gilt seitdem als der Standard für mobile Daten und Telefonie. Wobei die langsamen 2G-Verbindungen GPRS (G) und EDGE (E) heutzutage viel Geduld abverlangen.

alte Handys im 2G-Netz
Sie waren die ersten, die das 2G-Netz genutzt haben. Unsere alten Handys.

Mit GPRS stehen Dir üblicherweise maximal 64 kbit/s im Downstream zur Verfügung. Wenn Dir Dein Smartphone den Buchstaben „G“ anzeigt, kannst Du also die meisten Internetanwendungen vergessen. Videos und Websites laden nicht und selbst beim Chatten auf WhatsApp und Co. wird das Senden und Empfangen von Textnachrichten vergleichsweise lange brauchen. Mit EDGE bist Du schon deutlich schneller unterwegs. Siehst Du in der Smartphone-Symbolleiste den Buchstaben „E“, stehen Dir maximal 220 kbit/s zur Verfügung. Damit funktioniert das Chatten flüssig und es lassen sich – mit etwas Geduld – sogar Websites laden.

3G (UMTS) – Mobiles Surfen wird schnell

Mit dem 3G-Netz können Smartphones ihr volles Potenzial entfalten. WhatsApp-Nachrichten aller Art, schnelles Laden von Websites und sogar Video- und Musik-Streaming lassen sich problemlos ausführen. Denn mit den Standards 3G, HSPA und HSPA+ hat sich die Downloadrate vervielfacht.

Hier gibt’s mehr Hintergrundwissen: Alles zu den Frequenzbändern in Smartphones.

Die älteste 3G-Verbindung (3G) kommt immerhin auf maximal 384 kbit/s. HSPA (H) liefert 7,2 Mbit/s und mit HSPA+ (H+) sind es sogar ganze 42 Mbit/s. Es sollte Dir jedoch klar sein, dass in der Praxis selten die volle Downloadgeschwindigkeit erreicht wird. Die Signalstärke, die Anzahl der in den Sendemasten eingeloggten Handys, Dein Smartphone selbst und einige andere Faktoren bestimmen die tatsächliche Downloadrate.

4G (LTE) – Mit Highspeed-Internet unterwegs

Die vierte Generation des Mobilfunkstandards wird gewöhnlich als LTE vermarktet und bietet Dir die aktuell schnellsten Downloadgeschwindigkeiten. Das Netz unterscheidet zwei Verbindungen: LTE, das maximal 500 Mbit/s erreicht und LTE+, das theoretisch bis zu 3 Gbit/s im Downstream bietet. In der Praxis sieht das Ganze jedoch anders aus. Hier ist in erster Linie entscheidend, wer das Handynetz zur Verfügung stellt. Bei Vodafone bemisst die maximale Downloadgeschwindigkeit 1 Gbit/s. Die Telekom bietet maximal 300 Mbit/s und O2 höchstens 225 Mbit/s.

So findest Du heraus in welchem Netz Du mobil surfst.

Die maximalen Downloadgeschwindigkeit wird im Alltag jedoch so gut wie nie erreicht, weil sie stark von der Anzahl der Smartphones abhängig ist, die im Sendemast eingeloggt sind. In Großstädten oder auf Festivals, also Orten wo sich ungewöhnlich viele Menschen auf einem Fleck versammeln, ist LTE deshalb oft sehr langsam. Entscheidend ist außerdem, welche LTE-Downloadrate Dein Smartphone unterstützt. Nicht jedes Gerät ist fähig, die hohen Geschwindigkeiten zu erreichen.

iele Handys verlangsamen das LTE-Netz
Dein Handy will auf dem Festival nicht laden? Kein Wunder, Du teilst Dir das Netz mit Hunderten.

LTE bietet aber noch andere Vorteile. Da wäre zum einen die gute Netzabdeckung. Der LTE-Ausbau schreitet mit großen Zügen voran und ist mittlerweile deutlich flächendeckender als 3G. Das liegt auch daran, dass viele Netzanbieter ihre 3G-Antennen zu LTE-Antennen umbauen. Zum anderen gibt es bei LTE deutlich kürzere Ping-Zeiten. Diese stehen für die Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um vom Server zum Smartphone zu gelangen. Das hilft, um zum Beispiel Bilder viel schneller zu laden.

5G – Der Mobilfunkstandard der Zukunft

Der Mobilfunkstandard der nahen Zukunft heißt 5G. In Deutschland ist frühstens 2020 mit der öffentlichen Inbetriebnahme zu rechnen. In den USA, Korea und Japan könnte es schon 2019 soweit sein. 5G soll eine maximale Downloadrate von 20 Gbit/s ermöglichen, was technisch besonders für die Industrie und die Heimvernetzung riesige Vorteile bringt. Dank einer Latenzzeit von unter einer Millisekunde kommunizieren Maschinen, wie zum Beispiel autonom fahrende Autos und Haushaltsgeräte so nahezu in Echtzeit.

Hier erfährst Du mehr über den neuen 5G-Mobilfunkstandard.

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